Harding-Zentrum für Risikokompetenz Berlin

Risiken richtig einschätzen durch grafischen Vergleich

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Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden von Antibiotika bei akuter Mittelohrentzündung im Kindesalter abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist eine akute Mittelohrentzündung? Eine akute Mittelohrentzündung (akute Otitis media) ist eine Entzündung der Schleimhaut im Mittelohr, die mit starken Ohrenschmerzen, Fieber und Ohrenausfluss verbunden sein kann.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden einer Antibiotikabehandlung bei akuter Bronchitis abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist eine akute Bronchitis? Bei einer akuten Bronchitis handelt es sich um eine Entzündung der Atemwege, bei der die Bronchien betroffen sind. Die Entzündung ist entweder viral oder bakteriell bedingt. Es können Fieber und Husten auftreten. Der Husten ist häufig keuchend und mit oder ohne Auswurf. Die Krankheitszeichen einer akuten Bronchitis dauern in der Regel etwa zwei Wochen an, wobei der Husten bis zu acht Wochen anhalten kann.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden zweier Behandlungsstrategien bei hohem Risiko für einen und bei einem Herzinfarkt abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist eine Angina pectoris? Liegt eine Verengungder das Herz mit Blut versorgenden Adern (Herzkranzgefäße, Koronararterien) vor, ist das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht.Bei dieser Verengung spricht man von einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Ein Symptom der KHK ist die Angina pectoris, bei der unter anderem Schmerzen im Brustkorb mit Brustenge bei Belastung (stabile Angina pectoris) oder auch unabhängig von Belastung (instabile Angina pectoris) auftreten können. Die Schmerzen werden durch eine Verengungder Herzkranzgefäße verursacht. Ein Teil des Herzens wird nicht ausreichend mit Blut versorgt und es kommt zu einem Sauerstoffmangel des Herzmuskels. Verschließen sich die entsprechenden Gefäße komplett, tritt ein Herzinfarkt ein. Bei einer instabilen Angina pectoris ist das Herzinfarktrisiko hoch. Die Symptome einer instabilen Angina pectoris sind jedoch nicht vom Herzinfarkt zu unterscheiden. Leiden Menschen an anhaltendem oder wiederkehrendem Brustschmerz, kann demnach eine instabile Angina pectoris oder der sogenannte Herzinfarkt ohne ST-Hebung bzw. der Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) vorliegen.
iese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden der Bildgebung bei Rücken- und Kreuzschmerzen abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was sind Rücken- und Kreuzschmerzen? Als Rücken- und Kreuzschmerzen werden Schmerzen im unteren Rücken, das heißt zwischen Hüfte und Rippenbogen, bezeichnet. Die Schmerzen können bis in die Gesäßmuskulatur, Beine und Füße ausstrahlen [2]. Schätzungen zufolge leiden ca. 85 % der deutschen Bevölkerung mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen. Etwa 76 % leiden mindestens einmal im Jahr unter Rückenschmerzen [3]. Häufig ist die Ursache der Rückenschmerzen unklar. Lässt sich keine eindeutige Ursache für die Beschwerden finden, so wird von einem nicht-spezifischen Rücken- und Kreuzschmerz gesprochen. Die Schmerzursache können dann Muskelverspannungen oder -steifheit sein, die zum Beispiel durch eine schwache Rumpfmuskulatur, Fehlbelastungen oder -haltungen sowie durch psychosoziale Faktoren wie Stress, Angst oder Depression bedingt sind. Als spezifischer Rücken- und Kreuzschmerz werden Schmerzen bezeichnet, die mechanische Ursachen wie zum Beispiel Knochenbrüche, Bandscheibenvorfälle, Wirbelkanaleinengungen und Wirbelgleiten haben. Sie können aber auch durch chronische Erkrankungen wie Osteoporose, Krebs oder Organerkrankungen (z.B. Nierensteine) hervorgerufen werden [2, 4, 5]. Von akutem Rücken- und Kreuzschmerz wird gesprochen, wenn sie kürzer als sechs Wochen andauern. Wenn Rücken- und Kreuzschmerzen länger als 12 Wochen anhalten, werden sie als chronisch bezeichnet.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden regelmäßiger Gesundheits-Check-ups abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was sind regelmäßige Gesundheits-Check-ups? Regelmäßige Gesundheits-Check-ups sind allgemeine Kontrolluntersuchungen des Gesundheitsstatus von gesunden Menschen. Sie zielen darauf ab, Krankheiten und Risikofaktoren für Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, um die Erkrankungsrate und Sterblichkeit in der Bevölkerung zu reduzieren. Regelmäßige Gesundheits-Check-ups richten sich an Menschen, die sich nicht krank fühlen bzw. bei denen bisher keine Symptome vorliegen [1]. In Deutschland werden Gesundheits-Check-ups mit dem Schwerpunkt auf der Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetesangeboten. Diese Art von Früherkennung beinhaltet: das Arzt-Patienten-Gespräch zur Erhebung der Krankengeschichte und der aktuellen Befindlichkeit (Anamnese), die körperliche Untersuchung(z.B. Abhörung von Herz und Lunge), die Überprüfung von Blut- und Urinwerten und Beratungsgespräche.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden von Hyaluronsäure-Injektionen bei Arthrose des Kniegelenks abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist eine Arthrose des Kniegelenks? Arthrose ist eine durch Verschleiß bedingte (degenerative) Gelenkerkrankung. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die eine Arthrose des Kniegelenks (Gonarthrose) begünstigen (z.B. Übergewicht oder anhaltende Fehl- und Überbelastung). Die Ursache kann jedoch auch unklar sein. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es zur Abnutzung der Knorpelschicht (Knorpeldegeneration) und anderer Gelenkstrukturen. Als Folge können Gelenkschmerz und -steifheit auftreten [3]. Was sind Hyaluronsäure-Injektionen? Hyaluronsäure ist eine Substanz, die von Natur aus in der Gelenkflüssigkeit vorhanden ist und verschiedene Funktionen wie Stoßdämpfung und Gelenkschmierung erfüllt [1]. Bei einer Hyaluronsäure-Injektion wird industriell hergestellte Hyaluronsäure direkt in das betroffene Kniegelenk gespritzt (intraartikulär), um die Folgen der Kniearthrose zu behandeln bzw. eine Verschlimmerung zu verhindern. Wer kann Hyaluronsäure-Injektionen in Betracht ziehen? Erwachsene, die unter Beschwerden einer Kniearthrose leiden, können Hyaluronsäure-Injektionen in Betracht ziehen. Die Hyaluronsäure-Injektion ist gegenwärtig keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Sie muss von Patienten selbst gezahlt werden (Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)). Auch in der Schweiz werden Hyaluronsäureinjektionen nicht durch die KK bezahlt.
iese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden von Kortikoidinjektionen bei Arthrose des Kniegelenks abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist Arthrose im Kniegelenk? Arthrose ist eine durch Verschleiß bedingte (degenerative) Gelenkerkrankung. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die eine Arthrose des Kniegelenks (Gonarthrose) begünstigen (z.B. Übergewicht oder anhaltende Fehl- und Überbelastung). Die Ursache kann jedoch auch unklar sein. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es zur Abnutzung der Knorpelschicht (Knorpeldegeneration) und anderer Gelenkstrukturen. Als Folge können Gelenkschmerz und -steifheit auftreten [1]. Was ist eine Kortikoidinjektion? Bei dieser Behandlung wird ein Kortikosteroid (z.B. Triamcinolon, Hydrokortison oder Methylprednisolon) direkt in das von Arthrose betroffene Gelenk gespritzt (intraartikulär). Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der entzündungshemmend, abschwellend und damit schmerzdämpfend wirken soll [1]. Wer kann eine Kortikoidinjektion in Betracht ziehen? Menschen mit Beschwerden bei Arthrose des Kniegelenks können intraartikuläre Kortikoidinjektionen in Betracht ziehen. Welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Alternative Behandlungsmöglichkeiten sind u.a. Physiotherapie, medikamentöse Schmerzbehandlung und eine gelenkersetzende Operation.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden der Grippeschutzimpfung für gesunde Erwachsene abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist eine Grippe? Eine Grippe ist eine Erkrankung, die durch den Influenzavirus ausgelöst wird. Die Symptome sind hohes Fieber, Kopf-, Glieder- und Rückenschmerzen sowie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit. In der Regel wird bei vielen grippeartigen Erkrankungen von Grippe gesprochen, ohne dass auf den Influenzavirus untersucht wurde. Grippeartige Erkrankungen umfassen die Grippe (Influenza) sowie andere Atemwegserkrankungen, deren Symptome (hohes Fieber, Husten) denen einer Grippe so ähnlich sind, dass der Arzt die Erkrankung ohne Laboruntersuchung nicht von der Grippe unterscheiden kann. Der Erreger kann über verunreinigte Gegenstände (z.B. Türklinken) oder über Tröpfchen, die sich beim Niesen, Husten oder Schnupfen in der Luft ausbreiten, übertragen werden [1]. Von den 70.247 bestätigten Fällen in der Grippesaison 2014/2015 in Deutschland war am häufigsten die Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen von der Influenza-Infektion betroffen, gefolgt von der Gruppe der über 60-Jährigen [2]. Was ist eine Grippeschutzimpfung? Eine Grippeschutzimpfung soll dem Schutz vor der durch Influenzaviren ausgelösten Grippe dienen. Wer kann eine Grippeschutzimpfung in Betracht ziehen? Gesunde Erwachsene, die aufgrund ihres Berufes (z.B. medizinisches Personal) im engen Kontakt mit vielen Menschen stehen oder als Überträger für Risikopersonen (ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit chronischer Erkrankung) eine Gefahr darstellen [1]. Welche alternativen Präventionsmöglichkeiten gibt es? Die Einhaltung von Hygienemaßnahmen, z.B. regelmäßiges Händewaschen (insbesondere vor und nach dem Kontakt mit Risikopersonen) und Desinfektion von potenziell verunreinigten Flächen und Übertragungsgegenständen (z.B. Türklinken) kann vor Infektionen schützen. Weitergehend können das Abstandhalten zu Personen mit Grippe-Symptomen und ggf. Maßnahmen zur Stärkung des körpereigenen Immunsystems (ausgewogene Ernährung, sportliche Betätigung) das Infektionsrisiko senken.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden einer kombinierten Auffrischimpfung gegen Keuchhusten abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist Keuchhusten? Keuchhusten (Pertussis) ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit der oberen Atemwege, die durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht wird. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten gegen die geimpft wird, kann Keuchhusten nicht ausgerottet werden. Jugendliche und Erwachsene leiden meist unter grippeähnlichen Symptomen wie Schnupfen, Schwächegefühl und ggf. Fieber sowie unter einem über mehrere Wochen andauernden Husten. Die Übertragung auf andere Personen erfolgt durch Tröpfchen, die sich beim Niesen, Sprechen oder Husten verteilen. Auch Geimpfte, die selbst nicht erkranken, können für eine kurze Zeit nach dem Kontakt zu Erkrankten unbemerkt zum Überträger werden. Weitergehend ist der Impfschutz nur von begrenzter Dauer, sodass eine Infektion trotz Impfung und auch eine Wiederinfektion nach bereits erfolgter Erkrankung möglich ist. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sind durch Keuchhusten gefährdet, da Infektionen bei ihnen lebensbedrohlich sein können. Gefürchtete sehr seltene Komplikationen, vor allem bei Babys bis zu sechs Monaten, sind Lungenentzündungen, Krampfanfälle, Gehirnschädigungen durch Sauerstoffmangel und im Extremfall Tod durch Erstickung [9]. Was ist eine kombinierte Auffrischimpfung gegen Keuchhusten? Gegen Keuchhusten wird meist mittels einer Kombinationsimpfung zusammen mit Tetanus und Diphtherie geimpft. Ein alleiniger Keuchhusten-Impfstoff steht in Deutschland nicht mehr zur Verfügung. Gegebenenfalls kann auch gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) mitgeimpft werden [9, 10]. Wer kann eine kombinierte Auffrischimpfung gegen Keuchhusten in Betracht ziehen? Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre. Erwachsene können sich mit der nächsten fälligen Tetanus- und Diphtherie-Impfung einmalig mit der Kombinationsimpfung gegen Keuchhusten impfen lassen.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden der Einnahme von Selen zur Vorbeugung von Krebs abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was ist Selen? Selen ist ein Spurenelement, das beispielsweise in Fisch, Fleisch und Eier enthalten ist, aber auch in pflanzlichen Produkten vorkommt. Es ist unter anderem wichtig für ein stabiles Immunsystem und die Aktivität der Schilddrüse. Hat der Körper zu wenig davon, kann das zu Mangelerkrankungen führen. Mangelerkrankungen sind jedoch in den westlichen Industrienationen selten. Selen wird als Nahrungsergänzungsmittel frei verkauft. Welche Bedeutung hat Selen in der Vorbeugung (Prävention) von Krebs? Vorherige Studien deuteten einen Zusammenhang zwischen Selenwerten und dem Risiko für Krebs an [1]. Mit Hilfe der Einnahme Selen soll dem Auftreten von Krebs vorgebeugt werden.
Diese Faktenbox soll Ihnen helfen, Nutzen und Schäden von Statinen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen abzuwägen. Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar. Sie basieren auf den derzeit besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Faktenbox wurde vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz erstellt. Was bedeutet Primärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Mit Hilfe der Vorbeugung (Prävention) soll das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (kardiovaskulären Erkrankungen, z.B. koronare Herzkrankheit (KHK)) verhindert werden. Ziel ist die Verringerung von Faktoren, die die Entstehung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bzw. eines Herz-Kreislauf-Vorfalls (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) begünstigen. Zu diesen Risikofaktoren zählen: Diabetes mellitus, Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck [1]. Was sind Statine? Statine gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten [2]. Während sich der Einsatz von Statinen bei bereits vorliegender Herz-Kreislauf-Erkrankung (Sekundärprävention) weitgehend etabliert hat, ist er in der Primärprävention noch umstritten [3]. Die Behandlung mit Statinen hat vor allem zum Ziel das LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein = Lipoprotein mit niedriger Dichte) im Blut zu senken. Ein erhöhter LDL-Spiegel gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da erhöhte LDL-Werte eine Verengung der Blutgefäße (Arteriosklerose) begünstigen können. Die Ursachen für einen erhöhten Cholesterinspiegel werden in verschiedenen lebensstilbedingten Faktoren (z.B. falsche bzw. fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel) und Krankheiten (z.B. Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes) gesehen. Seltener sind erhöhte Cholesterinwerte auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen. Mit Hilfe von Statinen soll einer Gefäßverengung durch Ablagerungen und damit Folgeerkrankungen vorgebeugt werden [1]. Es gibt sieben verschiedene Wirkstoffe aus der Gruppe der Statine: Atorvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pivastatin, Pravastatin, Rosuvastatin und Simvastatin [3]. Wer kann eine Behandlung mit Statinen zur Primärprävention in Betracht ziehen? Die Zielgruppe sind Menschen, die zwar ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Vorfälle aufweisen, aber bisher keinen erlitten haben. Da der Einsatz von Statinen in der Primärprävention noch umstritten ist, wird in erster Linie eine Reduktion lebensstilbedingter Risikofaktoren angestrebt [1, 3]. Welche alternativen Präventionsmöglichkeiten gibt es? Die den Statinen vorangestellte Präventionsmöglichkeit stellt die Verringerung lebensstilbedingter Risikofaktoren dar. Dazu zählt beispielsweise die Raucherentwöhnung, Ernährungsumstellung, Bewegung und Gewichtsabnahme. Das Swiss Medical Board kommt aufgrund ihrer Untersuchung aus dem Jahre 2013 zu der Empfehlung, dass „eine Verschreibung von Statinen zur Primärprävention [...] erst in Betracht gezogen werden [soll], wenn die anderen Möglichkeiten zur Reduktion der Risikofaktoren ausgeschöpft sind.“